August. Wir standen nebeneinander auf der Brücke, unter uns der Fluss, “keine Ahnung wie tief das hier ist”, sagte sie nachdenklich. “Alle oder keiner,” antwortete ich und drückte ihre Hand. Temperaturen ab 30 Grad machen mutig. Wir sprangen, die Sonne unser Spotlight, das Wasser unbekanntes Terrain, egal. Ich tauchte vor ihr ein, wäre vor ihr auf den Felsen aufgekommen, hätte mir vor ihr ein Bein gebrochen oder gleich zwei. Für ein paar stille Sekunden, im Abtrieb unter Wasser ewig lang, dachte ich zum ersten Mal nach: Wieso sprang ich von Brücken, die mir bisher zu hoch waren? Und warum stiftete ich sie dazu an? Lag es am Sommer, dieser Jahreszeit ohne Packungsbeilage? Wer würde ich im Herbst sein? Luftblasen tanzten um meinen Kopf wie betrunkene Punks, bis ich anfing, die Gedanken gegen einen Blick hoch zum Licht zu tauschen. Erstmal auftauchen, Luft holen, weitersehen. Als ich den Kopf aus dem Wasser schüttelte, wartete sie schon oben, das spöttische Grinsen wie einen Schwimmring um den Oberkörper tragend. “Angst gehabt?” fragte sie, als würde der Fluss nur ihr gehören, schon immer.
Tamara Lichtensteins Bilder erinnern mich schmerzhaft an jeden vergangenen großartigen (und den dieses Jahr für mich gänzlich ausgefallenen) Sommer, erzählen mir von einer “beautiful, fleething youth“. Sie schmecken nach warmer Luft und Wasser und zeigen ansehnliche Mädchen, sind damit also ein bestmögliches Surrogat. I can see you, your brown skin shining in the sun, you got your hair combed back, and your sunglasses on, baby.













Haha, der Beitrag ist bei mir auch schon geschrieben und kommt morgen ;) Ich liebe die Fotos!
Lieber Thang, sehr amüsant, dieses Mal lief es dann eben andersrum. Hauptsache in die Welt damit!
Geil Alter, nicht nur Bilder und ein “Guckt mal, awesome”, sondern gleich die passende Geschichte dazu! Sou muddat! :))