Wenn jemand von coolen Typen aus der guten alten Zeit spricht, muss ich meistens an die knautschige Visage und den anarchistischen Lockenkopf von Schauspieler/Rennfahrer/Lebemann Steve McQueen denken. Der Mann hatte es so raus, der hätte auch nackt voltigieren und immer noch der lässigste sein können. Frage: Warum gibt es solche Männer heute seltener? Ist schon wieder der Feminismus/dieEmanzipation/die68er/dieWirtschaftskrise/dieRaubkopierer schuld? Oder nehmen wir die alte Garde aus den good ol´ days überpositiv wahr, weil unsere eher metrosexuellen Idole heute keine maskulinen Projektionsflächen mehr hergeben? Mir eigentlich fast egal, ich schwelge und behaupte, Steve McQueen wäre auch heute noch Boss von Rennstrecke.
Beweise? Fotos! (The Selvedge Yard hat noch viele mehr.)
Und was macht so ein kerniger Mensch, wenn eine Bande von durchgeflippten Satanisten ihn und seine Familie bedrohen? Er schreibt einem seiner Spezls und bittet um Waffenkraft:





ich denke der Typ Mann ist zeitlos attraktiv. Vielleicht ist es aber eines der Probleme, dass wir heute alles etwas sexueller sehen. Wahrscheinlich würden heutige Zeiten erfordern, dass er erst noch etwas in die Muckibude geht und dann sich ordentlich runterhungert bis man die Bauchmuskeln sieht. Dieses etwas überstylte geht dann vielleicht auch auf die Lässigkeit.
Sehe ich ähnlich, Christian. Vielleicht konnte derartige Lässigkeit damals so richtig aufblühen, weil sich Männer wie Steve McQueen um überhaupt kein Schönheitsdiktat scheren mussten. Einerseits weil das Männerbild ein anderes war, andererseits vielleicht auch, weil er als Hollywood-Star zwar medial präsentiert, aber nicht so gnadenlos ausgeleuchtet wurde wie die Stars heute.