8. Januar 2012 4

Einfach küssen!

Von in Meinung, Sex

“Ein Mann kann gar nicht zu lange nachdenken, ob er eine Frau “einfach küssen” kann.”

Diese von Julia Seeliger in ihrer Replik “Richtig küssen, Frau Pauer!” aufgestellte These ist vielleicht die gefährlichste, die ich seit langem zum ewig aktuellen Kulturkomplex “Küssen als Form intimer Zärtlichkeit” gelesen habe. Seeliger reagiert damit (neben einer ganzen Reihe anderer Vorwürfe und Berichtigungen) auf Nina Pauers Text “Die Schmerzensmänner”, in dem die Autorin ihre Erfahrungen in einem dubiosen Soziotop männlicher Existenzkrisen beklagt, welches mir so fremd vorkommt wie eine außerirdische Kolonie auf dem Mars, oder besser: Venus. Aber schnell zurück zum Kern der Sache, zu Seeligers Knutsch-Edikt, das sich fortsetzt: “Einfach küssen ohne vorher zu fragen ist reichlich uncool, egal, wer da wen küsst.”

Abgesehen davon, dass viele gute, schöne Beziehungen und Liebschaften aller Art nach dieser Regel nie entstanden wären, weil Menschen, Männer wie Frauen, leider oft nicht die Eier(stöcke) haben, diesen manchmal entscheidenden ersten Schritt zu machen (diese Behauptung lässt sich pseudoempirisch feststellen, indem man im Freundeskreis nach dem Beginn der Beziehung frage und die verliebt-vagen Antworten zähle, wie zum Beispiel: “Hast du mich geküsst oder ich dich, Hase? Seufz, egal. Hauptsache es ist irgendwann endlich passiert…”). Abgesehen davon, dass ein bisschen Wagemut niemals verkehrt sein kann, egal ob es um Küssen, Zivilcourage oder eine bescheuerte, aber belustigende Wette geht, da die Menschheit ohne Risikobereitschaft eine ganz graue wäre: Niedersachsen global quasi. Abgesehen davon, dass in genau dieser angeprangerten Risikobereitschaft ein erstes großes Bekenntnis zum Gegenüber liegen kann, das in der Retrospektive zum ersten Schritt einer langen Reihe an Romantik wird.

Abgesehen von alldem scheint in der Forderung nach maximaler Reflektion jedes geplanten Kusses eine allergische Aversion gegenüber auch nur der vagen Andeutung von “Dominanz” (oder was immer man dem küssenden gegenüber dem geküssten Menschen bescheinigen möchte) durch. “Mir ist es mal passiert, dass mich einer einfach versuchte zu küssen. Daraufhin habe ich “Nein” gesagt, mich schlafen gelegt und die Person danach nie wieder getroffen.” Das ist sehr schade, Frau Seeliger, denn erstens scheinen Sie diese Person primär danach zu beurteilt zu haben, was sie bereit ist zu tun, um Ihnen auf einer nonverbalen Ebene Zuneigung zu zeigen. Und dieser Ebene ist das Risiko einer kurzfristigen Grenzüberschreitung nunmal genauso inklusive wie der mögliche Jackpot der blitzartigen, großen Liebe. Zweitens scheint diese Beurteilung irreversibel gewesen zu sein, was keinem Menschen niemals gerecht werden kann, schon gar nicht auf Grund einer Sekunde der Schwäche (oder Stärke, wie man´s nimmt). Sie setzten damit sicherlich einiges in diesem Menschen in Gang, wohl kaum jedoch den nötigen pädagogischen Bewusstseinswandel zum wertgeschätzten Küsser, den Sie grundsätzlich fordern. Wahrscheinlich grübelt der junge Mann heute noch, ob es an dem Knoblauch oder einfach nur am Timing lag, Frau Seeliger, also klären Sie den Armen bitte nachträglich auf! Und drittens scheinen Sie, parallel zu Frau Pauer, die wohl vornehmlich von komischen Männern (nicht) geküsst wird, auch einen Umgang zu pflegen, der solche (von Ihnen offenbar radikal abgelehnte) “Übergriffe” produziert. Sprich: Wenn Ihr Date nicht die Antennen und die Empathie hat, wann er sie küssen darf, ohne danach auf der schwarzen Liste zu landen, besteht womöglich eher ein Selektions- denn ein Empathie- oder Kommunikationsproblem. Aber genau diese Art von sozialpsychologischer Ferndiagnose plus Abwertung nervt, hat bestimmt auch Frau Pauer an Ihrem und viele Kritikerinnen an Frau Pauers Text genervt, und deswegen stelle ich sie zurück. Sicherer ist: Die kommunikative Arbeit, die einem von beiden Seiten akzeptierten Kuss vorangeht, ist immer eine paritätische, und verdammt, manch blinder Jüngling muss den richtigen Zeitpunkt erst noch lernen (und zwar auf die sanfte Tour, wenn´s nach mir geht, so habe ich das damals auch geschafft!) und manche Mädels sind explizit “heilfroh”, wenn man diesen oder einen anderen ersten Schritt macht (das ist wortwörtlich meine Erfahrung, peitscht mich dafür aus und belegt mich mit abfälligen Fremdworten, ich kann nichts dafür und diese Mädchen wahrscheinlich auch nicht, es war schön mit ihnen, dazu stehe ich!). Und natürlich andersrum, völlig Wurst wer wen zuerst und so weiter, Hauptsache mann/frau versucht etwas, statt ewig zu grübeln! Das hat nichts mit böser Dominanz zu tun, sondern damit, dass der Mensch ein mangelhaftes Wesen ist, unsicher und feige vor allem im Sozialen, Homo Homini Angsthase Est. Und deswegen muss er manchmal eben übers Ziel hinaus schießen, um überhaupt jemals anzukommen.

Sicher, die Geschichte der Menschheit ist leider eine der Unterdrückung, der gewaltsamen Dominanz und der Ungerechtigkeit, nicht nur zwischen Männern und Frauen. Deswegen ist aber nicht alles, was von einer wohlreflektierten und harmonisch miteinander ausbaldowerten Reziprozität abweicht, sei es nur für die törichte Sekunde zweier gespitzter Lippen, die sich den begehrten Gegenstücken in freundlicher Absicht nähern, gleich böse und falsch. Keine Dynamik ohne einen Motor, kein Fortschritt ohne einen, der fortschreitet und einen, der gerne folgt, kein Kuss ohne Herzklopfen, ob man das richtige tut. Kein Erfolg ohne Risiko: Neunundneunzig aller nicht abgefeuerten Schüsse gehen nicht ins Tor, so der Sportphilosoph Wayne Gretzky.

“Was, wenn Mädels das glauben?”, fragte mich Mercedes Lauenstein auf Twitter bezüglich der alarmierenden Männergestalten im Text von Frau Pauer. “Ja, doof sind sie dann, aber Du meine Güte!” möchte ich antworten, “Was, wenn irgendjemand die Kuss-Anleitung von Seeliger befolgt? Kusslos wird die Welt und öde!”. Eine Welt wie eben von Nina Pauer glücklicherweise dystopisch und nach meiner Erfahrung völlig unrealistisch beschrieben. Aber das ist die wahrscheinliche Zukunft, die auf uns wartet, wenn wir den frechen Impetus generell verdammen und die vorbereitende Reflektion maßlos vergötzen. Wer küsst denn bei drohender Sanktion durch sozialen Ausschluss noch jemanden ohne direkte Aufforderung, und mal ehrlich, wie oft fällt die Verbalisierung dieses körperlichen Wunsches uns viel zu schwer, müssen wir also diese explizite Exposition, die uns unmöglich erscheint, überspringen, in beidseitigem Interesse? Der spieltheoretische Payoff ist bei “nicht küssen und nichts falsch machen” immer höher als bei “küssen und derbe auf die Mütze kriegen” oder “erst ausführlich darüber sprechen und sich eventuell beim Zerreden der Magie blamieren”. Die ritualisierte Formel “Sie dürfen die Braut jetzt küssen” wird zur conditio sine qua non jeglicher Anbahnung: Du darfst mich jetzt küssen. Ich möchte nicht in einer Welt leben, in der Zärtlichkeit nach strengeren Regeln zustande kommt als ein Mietvertrag.

Der Kuss ist zu wichtig, um ihn ideologisch aufzuladen oder kleinteilig zu rationalisieren. Der Kuss ist mit das wunderbarste, was uns unser Arsenal an merkwürdigen Interaktionstechniken anbietet, und hell yeah!, einige der besten Minuten meines Lebens verbrachte ich küssend. Es sollen bitte noch ein paar solche hinzukommen. Und deswegen muss ich mich als Bürger und Küsser einmischen, obwohl ich solche Diskussionen sonst eher scheue wie die berüchtigte Betonzunge (traumatisierte Opfer wissen, was ich meine), obwohl ich niemandem zu nahe treten möchte, außer um sie zu küssen, versteht sich. Natürlich, ungewollt geküsst werden ist peinlich bis eklig, und entgegen vieler Vorurteile wissen auch Mädchen manchmal ebenso wenig wie Jungs, wie man die Abschussrampe zur Kussrakete elegant hinaufklettert, wann der richtige Moment ist und dass man volltrunken keinen nüchternen Menschen küssen sollte, so süß das Opfer sich auch ziert. Selig sind die Vorsichtigen, die nicht gleich die Zunge einsetzen wie ein durstiger Schäferhund, sondern iterativ vorgehen, auf dass eine Umkehr im Zweifelsfall ohne Speichelspuren möglich ist. Unbelehrbare Offensivkünstler mag es geben, ja, man muss sie und ihre Physiognomie in ihre Schranken weisen, aber dennoch oder gerade deswegen: Der erotische Kuss ist der Anfang aller ernsthaften Zweisamkeit, ständiger Begleiter und bester Freund der intimen Beziehung, Symbol und Ausdruck dessen, was uns zu Menschen macht: Die Fähigkeit zu lieben. Ohne den Kuss wäre nichts, kann nichts werden und wird nichts sein, was lebenswert ist. Daher möchte ich mit einem Appell schließen.

Liebe Mädchen und Frauen, die Ihr mich irgendwann in Zukunft einmal kennen und schätzen lernt: Ich möchte bitte weiterhin, unter Berücksichtung elementarer Höflichkeits- und Hygieneregeln und nach einer kleinen feinen Reflektion über die Chancen, dass ich auf diesen Vorstoß adäquat anworte, “einfach so” (mit oder ohne Gequatsche!) geküsst werden. Ich bin erwachsen und glaube nicht an Tröpfcheninfektion schlimmer Geschlechtskrankheiten oder orale Schwangerschaft, also los! Versucht Euer Kussglück, wenn Ihr ehrlich meint, dieses Glück sei kongruent mit meinem. Im schlimmsten Falle sage ich “nein”, lege mich schlafen und rufe Euch an, versprochen. Und wenn nur, um mitzuteilen, dass ich lieber jemanden anderen küsse. Und bitte, falls ich jemals dem fatalen Irrtum erliege, eine von Euch könnte einen Kuss zu schätzen wissen, und ich mich erdreiste, ohne endgültige Absicherung mein Glück zu versuchen, dann nehmt es als unbeholfenes Kompliment und vergebt mir, denn ich wusste, was ich tue. Wie ein Bonmot der Jahrtausendwende-Jugend besagt: Man muss ein paar Frösche küssen, um einen Prinzen zu finden. Oder wie ich es geschlechterneutral übersetzen mag:

Lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig: Einfach küssen.

4 Kommentare zu “Einfach küssen!”

  1. Eine schöne Reaktion. Und auch Sie unterstellen, ich hätte mit dem Herrn ein “Date” gehabt. Das finde ich erst einmal interessant.

    Zweitens ist es richtig, sich an dem Kuss aufzuhängen, so wie Sie es tun. Ich finde es gut, dass nun darüber diskutiert wird. Deswegen habe ich das auch so geschrieben.

    Worauf ich hinaus will: mir ist ein vorher geklärter Sexkonsens lieber als Sex, bei dem undurchdacht irgendetwas – zum Beispiel eine Zunge – ungefragt irgendwo hineingesteckt wird. Ich habe viel zum Thema geschrieben und mich auch viel gestritten, habe eine Meinung vertreten, die ihrer ähnelt – bin aber am Ende zu der Meinung gekommen, dass an einem “informed consent” nichts vorbeigeht. Unabhängig davon, was für mich als Frau in einer patriarchalen Gesellschaft am leichtesten ist. (nämlich das rollenkonforme Abwarten, was der Typ tut – dann muss frau sich nämlich nicht aus der Deckung wagen).

    Finden Sie es nicht auch besser, wenn Frauen eine starke, eigene Sexualität haben? Und ist es nicht so, dass so ein verholperter Kuss, der von einem emotional ungeübten Menschen versucht wird, ein kleiner Übergriff ist? Wollen Sie Übergriffe? Wo ziehen Sie die Grenze?

    Ich weiß, dass die nonverbale Ebene wichtig ist. Auch sie kann zur Klärung dienen. Und hier komme ich nun zu meinem Punkt: ich glaube, es gibt Menschen, die ihre Kompetenz, sexuelles Verlangen beim Gegenüber festzustellen, nicht gut geübt haben. Die suchen jedoch (ich merke das in Replies und Kommentaren) die Begründung hierfür in Geschlechter-Rollenbildern. Männer jammern dann eben darüber, dass Frauen “auf den harten Typ stehen”, Frauen, so wie Nina Pauer, darüber, dass es mit manchen, – ich meine: sexuell nicht so geübten Männern – nicht zum Kuss kommt.

    Diese persönlichen Probleme mit Geschlechterrollen zu begründen, finde ich, wie ich in meinem Kommentar schrieb, grundfalsch.

    Ich finde, dass den Gefühlen mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden soll. Und dass Gefühls-Legasthenie nicht das Problem des Gegenübers ist. Männer, die ihre Gefühle gut verbalisieren können, sind attraktiv und kommen dann auch gut zum Schuss. Und zwar nicht nur die harten Macker – sondern auch solche, die nicht den klassischen Geschlechterrollen entsprechen.

    Die anderen bleiben dann eben alleine und verkrampft. Nicht mein Problem – warum befassen sich diese Leute nicht mehr mit Sexualität und ihren eigenen Wünschen und Bedürfnissen? Ich verstehe das nicht. Sagen Sie es mir.

  2. fk says:

    Also: Nein, ich bin gegen Übergriffe, ja, ich finde freie starke Sexualität bei allen Menschen (so auch bei Frauen) besser, ich ziehe die Grenze eben genau bei einem manierlich vorgetragenen Kuss und bei einem „stop!“, verbal oder nonverbal.
    Den Katzensprung vom Kuss zum Sex, den Du argumentativ hinlegst, gehe ich nicht mit. Für mich besteht da praktisch, vor allem aber theoretisch ein Riesenunterschied, alleine schon weil Sätze wie „mir ist ein vorher geklärter Sexkonsens lieber als Sex, bei dem undurchdacht irgendetwas – zum Beispiel eine Zunge – ungefragt irgendwo hineingesteckt wird.“ so eine ganz andere Dynamik und Dramatik bekommen, sobald man „Kuss“ durch „Sex ersetzt (und damit diskursiv gleichsetzt). Das weisst Du sicher auch und nimmst es in Kauf. Ich würde das aber lieber trennen, deswegen schrieb ich auch ganz oft „Kuss“ und kein Mal „Sex“ in meiner Antwort.

    Nachdem das für mich selbstverständlich geklärt ist, versuche ich mal ein bisschen weiter zu denken:

    Ich widerspreche Dir in der Interpretation von Frau Pauers Aussagen: Sie meint nicht, dass es mit „sexuell nicht so geübten“ Männern nicht zum Kuss kommt, sondern dass „die Männer“ (nicht meine Verallgemeinerung) im Gegenteil zu viel üben, und zwar nur theoretisch, in eigenen Gedanken, als dass es jemals zum Kuss kommen könnte.
    Ein wichtiger Unterschied, oder?
    Nina Pauer begründet das mit einer Geschlechterrolle, die diese Männer angeblich überinterpretieren. Ich habe ihren Text nicht so verstanden, dass sie diese Geschlechterrolle deswegen grundsätzlich ablehnt oder gar eine andere, entgegengesetzte Rolle anpreist. Sie lehnt deren Überinterpretation ab – Riesenunterschied.
    Du findest hingegen, „dass den Gefühlen mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden soll“. Das ist natürlich richtig, aber ich glaube Nina Pauer ging es nicht um das ob an mehr emotionaler Reflektion, sondern um das wieviel, wann und wie sehr. Ich persönlich maße mir nicht an zu beurteilen, ob manche übers Reflektionsziel hinaus schießen und deswegen nicht zum Schuss kommen (Pauer), oder ob eben diese eigentlich alles richtig machen und deswegen gelobt und geküsst gehören, weil die anderen grundfalsch liegen (Seeliger?).

    Aber was hat das mit den „Gefühls-Legasthenikern“ zu tun? Also, argumentativ? Irgendwie fehlt mir da der kausale Zusammenhang, ich komm einfach nicht drauf, bitte hilf mir. Weil Verhalten A (“soft”) nicht verfängt, muss doch Verhalten B (“hart”) nicht automatisch gut sein, vor allem nicht, wenn man weg von der Anbahnungs- auf die Beziehungsebene geht? Und wieso “Problem des Gegenübers”? Wer behauptet sowas? Wär ja noch schöner.

    Konkret: Wer´s beim Flirten nicht drauf hat, muss doch kein schlechter Partner sein. Wer nicht weiß, wann und wie und wen er küssen sollte, muss doch kein „Gefühls-“Legastheniker sein, oder ist das hinreichende Bedingung? Ich spreche hier auch „nur“ von der Anbahnung, was danach kommt ist ein ganz anderer Schuh und nochmal feiner zu trennen als Küssen und Sex. Und egal was das Gegenüber eine ist oder nicht ist, wer das zu seinem Problem macht, liegt falsch.

    „Warum befassen sich diese Leute nicht mehr mit Sexualität und ihren eigenen Wünschen und Bedürfnissen?“
    Ja, das frage ich mich auch oft. Ich habe keine Antwort, nur den Hinweis, dass man jedem grundsätzlich zugestehen muss, das richtige Maß zu finden oder zu definieren. Pauer sieht es übererfüllt, Du nicht. Ich sehe ein Überschwappen auf Bereiche, wo ich verordnete Maximalreflektion nicht förderlich finde. Es gibt kein absolut richtiges Maß, und wie Du richtig schreibst, sind solche Diskussion deswegen wichtig.

    Um zum Schluss etwas positiv zu formulieren: Ich würde mir wünschen, dass man (wir) genauer darauf achtet, gewisse Dinge zu trennen. So wie die Frage, wie man “richtig” anbahnt, in diesem Falle einen Kuss. Wenn man solche Dinge, die so einfach und gleichzeitig so unfassbar schwierig sein können wie ein erster Kuss, mit all diesen anderen Dingen überfrachtet, tut man niemandem einen Gefallen.

    Glaube ich. Achja: weniger in Stein gemeißelte Wahrheiten tun Themen wie “Küssen”, “Sex” und “MädchenundJungs” glaube ich immer ganz gut.

    P.S. Das mit dem Date, Verzeihung. Es klang so, war aber nicht so formuliert, zack, ein wenig interessantes Missverständnis. So schnell kann es gehen.

    • Persönlich bin ich dafür, das Denken prinzipiell bei sowas mehr auszuschalten. Wer jedoch allgemein politische Aussagen über Generationen trifft (ich habe Pauer jetzt gegoogelt) muss auch inhaltliche Kritik aushalten.

      Schau dir am besten die Debatte in meinem FAZ-Blog mal an. Da klären sich evtl. ein paar Fragen.

  3. Sven says:

    Naja das ist jezt peinlich aber ich werde in 8 Tagen 16 und ich hatte noch nie einen Zungenkuss. Das ist ja normaler weisse nicht der fall, aber ich traue mir das nicht zu. Ich vertraue meinem Partner voll und ganz, aber ich kann es nicht und ich weiss nicht wiso. Meine Mutter kann ich nicht Fragen und meinen Vater auch nicht. Und bei Kollegen ist es mir peinlich. Aber könnte mir sonst jemand einen Tipp geben…? Wie ich meine angst über winden kann. Geh auch per Mail oder natürlich auch hier .

Schreib was!