Crazy. Da liegt man nachts im Outback, über einem dieser krasse Sternenhimmel, und um einen herum einfach nur Natur, so schöne Natur, und man fühlt sich so wahnsinnig frei, in dieser Endlosigkeit, einfach nur frei.
Die Zeit in Australien war sowieso der Hammer, alles einfach richtig easy going, die Leute alle laid back, vor allem die Aussies, also wir haben da so coole Typen getroffen, die einfach nur am abchillen waren. Null Stress, nicht so wie hier in Deutschland, viel relaxter. Man merkt denen einfach an, dass sie halt endlos viel Strand haben und immer schnell mit dem Board unterm Arm in die Wellen können, da ist man dann einfach entspannter, nicht so verbissen wie wir hier. Die sind auch superoffen und freundlich und wir waren voll schnell in der Surfer-Szene drin, obwohl wir ja gar nicht richtig gesurft haben, also nur so Weißwasser, der Rest war uns zu heftig, aber der Tom und der Andy haben uns da unter die Fittiche genommen und uns alles gezeigt, die waren null arrogant, und wir waren echt voll integriert bei denen und ihren mates. Die Steffi hat dann ja auch gleich was mit dem Tom angefangen, aber das war halt alles so locker da, da hat jetzt auch keiner dumm geschaut, von wegen hier die deutschen Mädels und so, naja, ich hab mich natürlich zurück gehalten, also, ist ja auch egal.
Die Partys waren halt schon krass, da ging´s richtig ab, die Aussies wissen schon, wie man feiert, und die ganzen Backpacker wollen halt auch Gas geben. Ich find´s ja bisschen zu krass, wie die alle abgehen, als wären sie nur zum saufen unterwegs, und ständig wird gekifft und rumgemacht und so, aber gut, alle lassen sich halt einfach mal fallen. Man lebt nur einmal und so. Wir waren teilweise auch ganz schön hart drauf, die Steffi hatte voll den Ruf weg, weil sie immer so Shots mit den Aussies getrunken hat, und ich hab denen die besten Tüten gedreht, dabei hab ich gar nicht viel selber geraucht, ich merk da nix oder werde voll müde, aber so macht man sich halt Freunde. So würde ich jetzt in Deutschland auch nicht performen, aber es war halt immer was los, und man weiß ja, dass es leider irgendwann wieder heim geht, back to reality.
Auf jeden Fall sind wir dann ja noch mit den zwei Jungs in ihrem Bulli so richtig durchs Outback, und das war echt eine Erfahrung, die kann man nicht ersetzen. Tausende Kilometer kein Mensch, einfach nur Land, und nur alle paar Stunden mal eine Tankstelle, wir haben immer gedacht: Wenn wir jetzt liegen bleiben, dann war´s das! Einmal haben wir nachts gehalten und hatten auch schon was geraucht, und Steffi und Tom sind dann so auf einen Hügel drauf und ich und Andy haben uns hingelegt und irgendwie voll gut geredet über die Zukunft und was wir uns so vorstellen und das Leben an sich und so, und dann sind wir eingeschlafen und Steffi und Tom sind da oben geblieben und am nächsten Tag war da auf einmal ein Fluss zwischen uns. Da verändert sich über Nacht auch die Landschaft so krass, wir waren voll geschockt, aber Tom hat einfach nur gemeint: That´s the outback, dude, und dann sind wir wieder weiter gefahren.
Ich bin glaube ich schon ein bisschen gepampert von dieser Zeit. Voll easy mit Menschen in Kontakt zu kommen, vor allem mit so vielen echt coolen Leuten, in den Hostels und am Strand und so, das ist sonst nicht so einfach möglich. Down under war echt alles super, und ich würde voll gerne nochmal länger hin, vielleicht meine Ausbildung da machen, halt nicht nur abhängen, sondern was sinnvolles. Ich fühl mich da unten einfach so krass wohl. Nur das deutsche Brot, das habe ich echt vermisst.
Auch wenn ich diesen Stereotype eigentlich noch ganz okay finde.
(Was mir aufgefallen ist: wenn man “liked”, kann man anschließend nicht mehr die erste Kommentarfeldzeite (“Name”) anklicken. Ist aber auch Latte. :))
Ne, gar nicht latte, Danke vielmals für den Hinweis. Fehler müssen ausgemerzt werden! Wobei ich grad null wüsste, wie. Ich vertrau einfach auf die Schwarmintelligenz und warte auf Lösungen, die aus der nerdigen Wolke herabgeschwebt kommen.
So ähnlich wie die Backpacker eigentlich auch ein großer Schwarm sind. Mit einer der allerschlimmsten Stereotypen, finde ich, vor allem wenn sie zurück in Deutschland von ihren Erlebnissen schwärmen. Alle das gleiche (aber doch total individuell) erlebt.
Hast du das vor 10 jahren erlebt und geschrieben? Das ist doch nicht aktuell.
Das höre ich seit zehn Jahren von anderen Leuten. Insofern ja und nein, nicht wirklich aktuell, aber auch nie ganz aus der Mode.
Super!!
Immer wenn ich in Australien bin erinnert mich das TOTAL an meine Zeit in SanFran – Enrique und ich, Du weißt schon…
Stichwort “lustig”, Friedemann!
Annika! Stichwort “verrückt, aber schön”. Man muss eben manchmal wegfahren, um heimzukommen und so…
Ha ha… I was just surfing around and took a glance at these reviews. I can’t believe that there’s still this much fascination. Thanks for posting about this.