Dieses grandiose Video vom Berlin Festival erinnert mich an ein Interview für jetzt.de, das ich mit Alex Ridha aka Boys Noize letzten Winter in Düsseldorf führen konnte. Der junge Mann wirkte superentspannt und entgegen mancher Branchengerüchte wirklich grundsympathisch. Sein Album Power war gerade durch die Decke gegangen. Wir redeten also lange über seinen immensen Aufstieg, der ihm selbst etwas unheimlich war. Dass “die Kids”, wie er seine Fans zärtlich nannte, zu tausenden zu seinen Gigs kommen und total durchdrehen, zauberte ihm schon beim bloßen Gedanken ein staunendes Lächeln ins Gesicht. Dabei will er, wie er glaubhaft versicherte, eigentlich wirklich nur seine Musik machen und spielen, das eigene Label und die Freiheiten, die ihm seine Popularität einbringen, zu weiteren frischen Releases nutzen. Und wäre schon glücklich, wenn es irgendwie weitergehen würde nach dem Motto: Do what you love, and money will follow.
Von einem weniger authentischen “Star” geäußert, klängen solche Sätze wie auswendig gelernte Plattitüden. Aber schon beim Abhören der zweistündigen Aufzeichnung stellte ich mir die Frage, wie zur Hölle ich das Interview nicht als Lobpreisung schreiben sollte. Denn wenn man einem Musiker den Erfolg gönnt, dann diesem Alex Ridha, mit dem man plaudern kann, als träfe man ihn in dem Plattenladen, in dem er jahrelang gearbeitet hat. Und wenn ich auch immer mal einen Track nicht gut und sicherlich andere Produzenten musikalisch geiler fand, freue ich mich doch, wenn ich sehe, wie Boys Noize prosperiert. Siehe Video.
“prosperiert” – Oh, der feine Herr! :))
Aber schöner Text. Nedde Leude ftw!
Ja, das isser wohl. Nett und Nerd und Popstar.